Konfessionalisierung

Unterrichtsentwurf: Katholische Konfessionalisierung im Hochstift Paderborn unter der Regierung Bischof Dietrichs von Fürstenberg 1585-1618


 

Klasse/Jahrgang: 8/9

 

Schulform: Gymnasium/Gesamtschule

 

Eingericht durch: Stefan Haase an der Universität Paderborn

 

Betreuer: Prof. Dr. Johannes Süßmann

 


Abstract Sachanalyse

 

Die Epoche religiöser Bekenntnisbildung steht in erster Linie im Spannungsfeld zwischen Behauptung und Erweiterung landesherrlicher Machtbefugnisse einerseits und dem Streben nach landständischer und städtischer Autonomie andererseits. In konfessionellen Fragen bedeutet dies eine machtpolitische Vereinnahmung der Religion. Gelang die Vereinheitlichung einer Konfession in einem Territorium, hatte dies eine gemeinschafsbildende Wirkung. Eine konfessionell homogene Bevölkerung war einfacher zu kontrollieren, insbesondere da die Gesellschaft laizistische Prinzipien nicht kannte, Religion, Gesellschaft und Politik somit untrennbar miteinander verwoben waren. Gerade am Beispiel des Paderborner Hochstifts wird deutlich, dass politische Erwägungen Vorrang vor Glaubensfragen hatten, wenn etwa die fürstbischöflichen Landesherren der Paderborner Reformationszeit sich protestantischer Adeliger als Statthalter bedienten. Weder zwischen noch innerhalb der konfessionellen Lager gab es geschlossen protestantische oder geschlossen altgläubige Fraktionen. Obwohl Paderborn bis in 1580er Jahre Paderborn mehrfach kurz vor der Übernahme des Protestantismus stand, scheiterte diese an fehlender Geschlossenheit innerhalb der protestantischen Opposition. Ebenso lässt beobachten, dass die Bemühungen um eine einheitliche katholische Konfession durch Kompetenzstreitigkeiten zwischen den Rechten des Domkapitels und des Bischofs erschwert wurden. Selbst die kirchlichen Landesfürsten bis zur Regierungszeit Dietrichs von Fürstenberg vertraten keine strikte katholische Linie. Manche, wie im am Beispiel Heinrichs von Sachsen-Lauenburg deutlich wird, sympathisierten offen mit dem Protestantismus....

 


 

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