Liboristein Paderborn Wewer

Laufende Nr.

2

Ort

Allter Hellweg (Wewer)

Entstehungsjahr

1736

Beschreibung

Bei der Inschrift handelt es sich um einen dreiseitigen Bildstock, der zur 900 Jahrfeier der Reliquien-Translation des heiligen Liborius von Le-Mans nach Paderborn 836 im Jahr 1736 errichtet wurde. Der Inschriftenträger ist gegenüber dem sogenannten Fixbe

Maße

Höhe: 200cm; Breite: 95cm

Schriftarten

gotische Minuskeln; römische Majuskeln

Transliteration

a) Umlaufende lateinische Inschrift mit Chronogramm

ANNO QVO NONO IVBILARET/
PATRIA A TRANSLATIONE/
RELIQVIARVM DIVI LIBORII/
Chronogramm: VIVILILLVIVMDIVIII

b) Inschrift unter Relief des hl. Liborius

bitt für uns o h. LIBORII/
R auf daß w

Inschrift hl. Liborius

Bildautor: Katharina Prünte

Übersetzung

Übersetzung der lateinischen Inschrift und Aufschlüsselung des Chronogramms:

„Als 900 Jahre danach das Land die Überlieferung der Reliquien des hl. Liborius feierte.“

Das Chronogramm ergibt die Jahreszahl 1736.

Kommentar

Interessant ist die dreiseitige Gestaltung des Bildstocks. Der Inschriftenträger ist trotz seiner ortshistorischen Bedeutung zu einigen Teilen stark verwittert. Das Fundament und auch der Sockelstreifen unter den Heiligenreliefs sind stark grünlich verfär

Maße

Höhe: 200cm; Breite: 95cm

Textkritischer Apparat (Buchstabenanmerkungen)

Die Inschrift ist durch eine schriftliche Überlieferung gesichert. Lediglich die Interpunktion ist an einigen Stellen umstritten. Hier ist es zweifelhaft, ob es sich um eine Beschädigung des Steins oder um eine bewusst gesetzte Interpunktion handelt

Allgemeine Nachweise und Bemerkungen (Ziffernanmerkungen)

Verwendete Literatur:
Dauber, Rudolf: Der Liboristein von Wewer. In: Hüser, Karl; Natus, Uwe: Wewer in Geschichte und Geschichten 935-1985. 1985, S. 40-41.
Elverfeld, Isa Freifrau von: Wewer. Mein Heimatbuch. Band II. 2012, 2. verbesserte Aufl. 2014,

Inschriftenüberlieferung

Die Inschrift ist durch eine vollständige Abschrift des wewerschen Schulleiters
Joachim Bierling im Jahre 1924 schriftlich überliefert. Diese findet sich im Brenken’schen Archiv wieder. Dieser Abschrift ist eine genaue frühere und derzeitige Standortanga

Bild 1

Gesamtansicht Vorderseite

Bildautor: Katharina Prünte

Bild 2

Standort heute

Bildautor: Katharina Prünte

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